25. Feb 2013: Konzert
Der Cellist von Sarajevo von Steven Galloway
Fränzi stellt uns diesen wundervoll und gefühlvoll geschriebenen,
eindrücklichen Roman vor: Am Anfang der Belagerung von Sarajevo
1992 schlagen mehrere Granaten in eine Gruppe von Menschen ein, die
in einer Schlange anstehen, um Brot zu kaufen. 22 Menschen sterben.
In den folgenden 22 Tagen spielt der bekannte Sarajevoer Cellist Vedran
Smailovi? an diesem Ort, zum Andenken an die Ermordeten, jeweils um
16 Uhr Albinonis Adagio in g-Moll. Der Autor beschreibt drei Personen,
die dem Cellisten zuhören, was die Musik für Empfindungen
und Gefühle bei ihnen auslöst und wie diese Erfahrung ihr
Leben verändert. 
Hokuspokus in der Nacht von Mira Lobe und Winfried Opgenoorth (ein
Kinderbuch)
Fränzi liest uns zu unser aller Freude die ganze reizende, in
Reimen geschriebene Geschichte vor. 
Das Regenorchester von Hansjörg Schertenleib
Ursula: eine gute Geschichte in einem Guss wunderbar geschrieben. Ein
Ehepaar beschliesst nach Irland auszuwandern. Kurze Zeit danach verlässt
die Frau den Schriftsteller. Er versucht mehr schlecht als recht
mit der neuen Situation zu leben. Eine ältere Irin sucht ihn
auf und will ihm ihr Leben erzählen, damit er dieses aufschreibe.
Sie lernt ihn die Musik des irischen Regens zu hören. Dafür
hat sie in ihrem Garten Flaschen und Gläser aufgestellt. Er
begleitet sie durch eine schwere Krankheit bis in den Tod und lernt
selbst wieder den Weg zu sich und in ein neues Leben. 
Der Dirigent von Sarah Quigley
Ursula: Leningrad wird 1941, trotz Nichtangriffspakt zwischen Hitler
und Stalin von den Deutschen angegriffen und während 900 Tagen
belagert. Die Stadt soll ausgehungert und dem Erdboden gleich gemacht
werden. Die bekanntesten Künstler werden evakuiert. Dimitri
Schostakowitsch, will in der Stadt bleiben, entgegen dem Wunsch seiner
Frau und seine Siebte Symphonie fertig schreiben. Wie ein Besessener
schreibt er seine Musik und vergisst, was um ihn geschieht. Karl
Eliasberg, Dirigent eines zweitklassigen Rundfunkorchesters wird
die Wintersymphonie mit seinen von Hunger und Krieg gezeichneten
Musikern aufführen und den Menschen Hoffnung machen. 
Ich hänge im Triolengitter / Mein Leben mit Karlheinz
Stockhausen von Mary Bauermeister, Biographie eines Jahrhundertgenies
Trudlies: Zusammen mit seiner Frau und der Künstlerin Mary Bauermeister
führt der berühmte Komponist aus dem 20sten Jahrhundert einen „ménage à trois“.
Alle sind einverstanden mit der einen Bedingung seiner Frau, mit der
er zwei Kinder hat, mit Mary während 5 Jahren kein Kind zu zeugen.
Nach den fünf Jahren wird Mary schwanger, worauf Stockhausen eine
neue Geliebte hat. Trotzdem heiratet er später Mary Bauermeister.
Ein Leben für die Kunst und die Frauen…
Aus den Fugen von Alain Claude Sulzer
Ruth Egger: Ein berühmter Pianist, der kurz vor seinem 50sten
Geburtstag an einem Konzert plötzlich aufsteht, den Klavierdeckel
zuklappt und zum Publikum sagt: „Das war’s!“ Danach
spielte er nie mehr an einem Konzert. Der Autor beschreibt das Leben
von acht Konzertbesuchern und wie sich ihr Leben, infolge dieses Ereignisses
verändert und was dieses in ihnen ausgelöst hat. Sehr spannend
geschrieben! 
Das Streichquartett von Hartmut Lange
von Reto vorgestellt. Klappentext: Eigentlich ist Schönbergs viertes
Streichquartett Opus 37, an dem Berghoff unermüdlich probt, nicht
gerade geeignet, seinen ohnehin angespannten Geisteszustand zu beruhigen.
Ebenso wenig wie die Tatsache, dass seine Frau Elisabeth mit den Töchtern
zu einer Erholungsreise aufgebrochen ist, die kein Ende nehmen will.
Als dann plötzlich, Traum eines jeden Geigers, eine wertvolle
Mittenwalder Geige in seiner verlassenen Wohnung steht, nimmt ein Alptraum
seinen Lauf. 
Susi empfiehlt in Kurzform folgende Bücher:
Novecento von Alessandro Baricco, Die Legende vom Ozeanpianisten
Ein Säugling wird auf einem Schiff ausgesetzt und wird dieses
sein Leben lang nicht verlassen. Er spielt Klavier, wie man niemanden
vorher spielen gehört hat. Das Spielen wird auf dem Luxusdampfer
zu seiner Leidenschaft und seinem Lebensinhalt. 
Maestro von Peter Goldworthy
Paul, der mit seinen Eltern im Norden Australiens lebt, erhält
Klavierunterricht bei Eduard Keller, einem Lehrer, der ungewöhnliche
Methoden bevorzugt. Das Kind ist verstört und fasziniert zugleich.
Eduard Keller kommt aus Österreich, Paul entwickelt die fixe Idee,
er müsse ein Nazi gewesen sein. Doch erst viele Jahre später
wird Paul verstehen, wovor Eduard Keller bis ans Ende der Welt geflüchtet
ist. Peter Goldsworthy erzählt die Geschichte der Freundschaft
zwischen einem alten Mann und einem kleinen Jungen, erzählt von
erster Liebe, Erwachsenwerden, vom Schrecken der Erinnerung und der
Sehnsucht nach dem Glück. 
Der Geiger von Mechthild Bormann, Krimi
In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko
seine beiden wertvollsten Schätze: seine Familie und seine Stradivari.
Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele
Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen
von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch - viel
zu hoch. 
Müller und die Tote in der Limmat von Raphael Zehnder, Krimi
Rita: Eine in Jugendsprache, originell und schräg geschriebene
Story aus dem Zürcher Rock-‚n’-Roll-Milieu. Im Flussbad
Oberer Letten wird eine Leiche gefunden…
Krimi , Aufbau 
Sämtliche Menschen von Eugen Roth, humorvoller Satiriker
Ruth liest Der Kenner als Gute-Nacht-Geschichte vor.
Am 25.3.13 LIK: „Muss man das gelesen haben?“ oder „Das
muss man gelesen haben“.
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